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Liebe Besucher dieser Website!
« Gott ja - Kirche nein » ... ? (Drewermann) Die Frage nach zeitgemäßer Christen-Gemeinschaft führt immer öfter zur Frage nach einem "freien", kirchenunabhängigen, konfessions-übergreifenden Christ-Sein und ergreift immer mehr Herzen, wird allgemein immer mehr zum Bedürfnis, der "Trend" ist: - frei sich IHM und nicht irgendeinem Dogma, einer speziellen Konfession, einer ("allein selig machenden") Institution, einer Hierarchie (oder irgendeinem Vorstand), einem allein handlungsberechtigten Priester/Geweihten zu unterstellen, frei jedem Christen Bruder/Schwester zu sein, - frei in Jedem IHM begegnen zu können, in Seinem Namen zu handeln und zwar überall... - denn ER lädt uns ein, dahin wo wir gerade gebraucht werden, dahin wo wir gerade IHN und das DU finden sollen und wollen...
Selbstverständlich gestehen wir dabei - in brüderlicher Toleranz - jedem seinen ganz eigenen Weg, jeder Kirche, bzw. (konstruktiven) religiösen Gemeinschaft - welche auch immer - ihren speziellen Weg und damit ihre Berechtigung zu, in der großen Christen-Familie ! «Freie christliche», «anthroposophisch sakramentale» Handlungen als prinzipiell allgemein-christliche sind für "jedermann" da und so kann ich sie natürlich auch als "Nicht-Mitglied" der Anthroposophischen Gesellschaft (es sind ja auch nicht alle "Anthroposophen" Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft e.V. !) in Anspruch nehmen/handhaben. Gerade als überkonfessionelle Anthroposophen können (und müßten) wir zur Frage nach einem freien christlichen Handeln einen maßgeblichen und eben auch ökumenischen Beitrag leisten (siehe ökumenisch ) .
Diese Internetpräsenz (siehe zu dieser Website ) dient nun Ihrer Information, zu dem, wie sich «freies christliches», anthroposophisch orientiertes, kultisches Wirken heute begründet und wer hier gegenwärtig handelt, wo, wie und warum...
Die Thematik ist eine komplexe und kontroverse (und zuweilen unerquickliche...). Die hier aufgeworfene Thematik und Praxis findet insbesondere durch die Kirche «Die Christengemeinschaft» und der ihr verbundenen Anthroposophen ihre Ablehnung. Die Beschäftigung mit deren Argumenten ist für den Außenstehenden nicht erbaulich und ermüdend, für den Anthroposophen aber wichtig... Wenn Sie diese Gegnerschaft nicht interessiert schauen Sie auch kurz in kritische Auseinandersetzung ? herein!
Achten Sie auch auf die Verlinkungen jeweils am Ende der Seiten!
-> WEITER gleich hier unten : wo zwei oder drei
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in meinem Namen versammelt sind, da bin JCh mitten unter ihnen ! (Matt. 18/20)
«Alle freie Religiosität, die sich in der Zukunft innerhalb der Menschheit entwickeln wird, wird darauf beruhen, dass in jedem Menschen das Ebenbild der Gottheit wirklich in unmittelbarer Lebenspraxis, nicht bloß in der Theorie, anerkannt werde. Dann wird es keinen Religionszwang geben können, dann wird es keinen Religionszwang zu geben brauchen, denn dann wird die Begegnung jedes Menschen mit jedem Menschen von vornherein eine religiöse Handlung, ein Sakrament sein, und niemand wird eine besondere Kirche, die äußere Einrichtungen auf dem physischen Plan hat, nötig haben, das religiöse Leben aufrechtzuerhalten. Die Kirche kann, wenn sie sich richtig versteht, nur die eine Absicht haben, sich unnötig zu machen auf dem physischen Plane, indem das ganze Leben zum Ausdruck des Übersinnlichen gemacht wird.» (Rudolf Steiner, 9.10.1918, siehe lateinisch oben)
Somit «ergibt sich als notwendig, dass das christliche Freiheitselement auch dem Wesen des Kultus, dem Sakramentalismus einverleibt werden muss. ... Erst davon ausgehend wird man dazu kommen können, nach und nach alle Lebensbetätigungen zu sakramentalisieren. Dann werden sich aus der Erkenntnis der geistigen Wirklichkeiten heraus auch die alten Zeremonien ändern, weil es da wo man Wirklichkeiten hat, keiner Symbole mehr bedarf.» (Hella Wiesberger, GA 265, siehe Rudolf Steiner, 13.10.1911 und 11.9.1923)
Wohin aber wenden wir uns zwischenzeitlich als überkonfessionell wirkende Anthroposophen und/oder freie Christen, wenn wir in den Hoch- und Notzeiten des Lebens keine spezielle"Kirche" in Anspruch nehmen und frei, brüderlich-christlich und eben auch religiös-praktisch, kultisch, sakramental handeln wollen ?
«Da die Anthroposophie ihrem Wesen nach interreligiös ist», läßt sie dem Anthroposophen/Jedermann prinzipiell jeden religiösen und damit auch kultischen Weg offen.
Es gibt nicht den einen "allein-selig-machenden" Weg, sondern, wie Gott die Menschen unterschiedlich schuf, so auch unterschiedliche Wege zu Ihm, mit denen Er die individuellen Möglichkeiten, Bedürfnisse und Aufgaben des Einzelnen berücksichtigt. So sollte zwischen "Seinen Kindern" = den einzelnen Konfessionen/Glaubensrichtungen, eine ökumenische, d.h. «geschwisterliche Koexistenz in versöhnter Verschiedenheit im Bereich des konkret Möglichen liegen.» (Herbert Vorgrimler)
Auf der Suche nach einem individuell freilassenden aber auch spirituell tiefgreifenden und wirksamen, Geist-realen Weg, findet sich der «freie christliche» Impuls Rudolf Steiners (den Begründer der Anthroposophie und Autor der «Philosophie der Freiheit»). Als eine freie, allgemein-christliche und damit «spezifisch anthroposophische» Möglichkeit vermittelte uns Rudolf Steiner einen - leider allseits verdrängten aber nun zeitgemäßen - überkonfessionellen Kultus, der die ganze Siebenheit der Sakramente zu umfassen vermag, insbesondere Taufe, Trauung und Bestattung, wie auch das in seiner kultischen Entwicklung weitergeführte (und weiter zu führende) Zentralsakrament: die «Opferfeier».
Das nicht urchristliche «Zwei-Stände-Prinzip» insbesondere der katholischen/orthodoxen und aber auch der Kirche «Die Christengemeinschaft», das nur dem Geweihten innerhalb seiner Kirche ein sakramentales Handeln zugesteht, wird hier durch die mögliche Mündigkeit des "laienpriesterlich" = ur-/direkt-christlich brüderlich handelnden Christen abgelöst.
«Was aus der Tauf krochen ist, das mag sich ruhmen, dass es schon Priester, Bischof und Papst geweihet sei.» (Martin Luther)
Nachdem ein Teil dieser Kultus-Handlungen seit damals bis heute (leider immer seltener) im «freien christlichen Religionsunterricht» und dessen «Sonntagshandlungen» (Kinderhandlung, «Jugendfeier», «Opferfeier») in den Freien Waldorfschulen und den anthroposophisch-heilpädagogischen Heimen stattfinden (siehe offizielle Gremien), wird seit Pfingsten 1996 der freie christliche Impuls Rudolf Steiners auch in seiner Gesamtheit (in der Praxis wird die Ausübung der "Schülerhandlungen" den Schulen überlassen) von Anthroposophen wieder und neu aufgegriffen und erarbeitet und die Sakramentstexte - in der Fassung Rudolf Steiners - im Kultus-Handbuch «Die Sakramente» vorgelegt. Eine Vertiefung in die Anthroposophie wird für ein Verständnis und den Umgang mit diesem Kultus-Impuls vorausgesetzt.
Obwohl ein großer Teil der damals geborenen Texte später dann von Rudolf Steiner fast gleich lautend, auch an die «ganz andere» Strömung, der Kirche «Die Christengemeinschaft», gegeben wurden, sah er darin kein Problem und keinen Widerspruch, sondern empfahl es als «lehrreich» zu betrachten, dass das gleiche Ritual als «Ausdruck verschiedener Lebenszusammenhänge» verwendet werden könne. (Rudolf Steiner, GA 265) Dennoch unterscheiden sich die kultushistorischen Standorte, die Rahmen dieser Handlungen dadurch, «dass (in den freien christlichen Handlungen) der Mensch ganz allgemein in die Menschheit hineingestellt wird, nicht in eine bestimmte Religionsgemeinschaft, die 'Christengemeinschaft' (wie jede Kirche/Konfession) aber stellt ihn in eine bestimmte Religionsgemeinschaft hinein.» (Rudolf Steiner, GA 265 / kursiv=VDL) Und so wird klar «wo die Opferfeier auf der Linie historischer Entwicklung einzureihen ist: nicht vor, sondern nach der Messe mit Brot und Wein.» (Maria Lehrs-Röschl, GA 269)
Dieser freie christliche Impuls mit seinen sakramentalen Handlungen ist an keine Konfession gebunden. Allein IHM bin ich verantwortlich. ER steht über allen Konfessionen, Kirchen, ja Religionen. «Anthroposophie als Wissenschaft vom Übersinnlichen und die Anthroposophische Gesellschaft als deren Gemeinschaftsträger sollten nicht an ein bestimmtes Religionsbekenntnis gebunden sein, da die Anthroposophie ihrem Wesen nach interreligiös ist. Auch ihre zentralste Erkenntnis, die Erkenntnis von der Bedeutung des Christus-Geistes für die Menschheits- und Erdenentwicklung, beruht nicht auf derjenigen der christlichen Konfessionen, sondern auf der Einweihungswissenschaft, aus der alle Religionen einmal hervorgegangen sind. In diesem Sinne charakterisiert er (Steiner) es einmal als einen 'Grundnerv' der geisteswissenschaftlichen Forschungsaufgaben, den allen Religionen gemeinsamen übersinnlichen Wahrheitsgehalt herauszuarbeiten und dadurch 'gegenseitiges Verständnis der Einzelnen aus den Initiationen hervorgehenden religiösen Strömungen über die Erde zu bringen'» (Hella Wiesberger, GA 265. Siehe auch Rudolf Steiner, 23.4.1912, GA 133) «So sollen wir auf dem Wege der Anthroposophie ausgehen lernen von der Erkenntnis, uns erheben zur Kunst und endigen in religiöser Innigkeit.» (Rudolf Steiner, GA 257/2.) «Der Christus hat einmal gesagt: 'Ich bin bei euch bis ans Ende der Erdentage'. Und er ist nicht bloß als ein Toter, er ist als ein Lebender unter uns, und er offenbart sich immer. Und nur diejenigen, die so kurzsichtig sind, dass sie sich vor dieser Offenbarung fürchten, sagen, man solle bei dem bleiben, was immer gegolten hat. Diejenigen aber, die nicht feige sind, wissen, dass der Christus sich immer offenbart.» (Rudolf Steiner, GA 169) «Deshalb müssen wir eben nicht bloß eine Erneuerung des alten Kultus suchen, sondern wir müssen nach einem Kultus suchen, welcher aus uns selbst heraus geschaffen werden kann, aber so geschaffen werden kann, dass das Göttliche in uns schafft in dem Sinne, wie ich es ja schon besprochen habe, so dass das Pauluswort wahr werden muss im Evangelienauslegen wie in allem religiösen Wirken: Nicht ich, sondern der Christus in mir.» (Rudolf Steiner, 3.10.1921 nachmittags, GA 343) Die freien christlichen Handlungen können «überall gehalten werden, wo Menschen sind, die sie wünschen!» (Rudolf Steiner, GA 269.)
Jeder Christ kann und darf dieses urchristliche und nun wieder zeitgemäße, überkonfessionelle, allgemein-christliche Prinzip, diese «freien christlichen» Sakramente in der Fassung Rudolf Steiners in Anspruch nehmen, die bei Bedarf auch eine individuelle Gestaltung ermöglichen. Es lässt den Einzelnen frei, aber verbindet ihn dennoch innig und individuell mit IHM, weil es aus einer erwiesenen und Seiner erlebbar wirksamen, spirituellen Realität schöpfen kann.
Dieser «freie christliche» Impuls gründet in der «moralischen Intuition» eines «ethischen Individualismus», wie ihn Rudolf Steiner in seiner «Philosophie der Freiheit» beschrieben hat.
So wird auf diesem Weg ein jeder der "frei christlich", allgemein-priesterlich tätig werden möchte/soll - ob alleine oder in/mit einer Gemeinschaft - seinen ganz spezifisch individuellen Weg zu IHM finden müssen .. und IHM wird er sich einst verantworten ... "Berechtigt" sind alle Wege, die der Liebe zu IHM und zu Ihm im Du entspringen und zwar entsprechend der Möglichkeiten und Bedürfnissen der Feiernden. Deshalb sollen wir uns alle auch als Christen-Geschwister wahrnehmen und begegnen, ohne dem anderen seinen Weg zu verwehren (ich muss ihn ja nicht gehen .. allerdings aber auch den Mut haben, dem meinigen zu folgen..). Diesen freien christlichen Kultus kann ich also autonom und individuell ergreifen, aber genauso auch im Kraftfeld einer Kultus-Trage-Gemeinschaft praktizieren (siehe allein oder gemeinsam ? ) !
Christ-Sein verlangt auch nach Christen-Gemeinschaft. Wie schaffe ich - außerhalb einer Kirchen-Gemeinde und -gemeinschaft - für mich / uns als Familie, mit Freunden eine Gemeinschaft Freier Christen, wie sieht freie christliche Gemeinschaft - praktisch aus ?
Angemerkt sei noch eine Selbstverständlichkeit, dass - wie auch wir meinen - natürlich nicht "jedermann" "einfach so" einen Kultus wirksam handhaben kann, auch und vor allem nicht diesen hier vertretenen. Wie auch jedes normale Handwerk kunst- und oftmals mühevoll erlernt werden muss und der Weg zum Meister nicht über Nacht möglich ist, so hängt auch die "Qualität" einer Kultushandlung davon ab, wie intensiv sich der Handelnde damit verbinden, wie selbstlos er Schale bilden, damit ER durch ihn wirken kann... "automatisch" geschieht nichts, auch wenn diese Texte einen Rahmen geben, der die Handelnden stark führt und trägt, weil ihre Begriffe, Worte geistigen Realitäten, Wesenheiten, Wirkungen entsprechen. Man verwechsle "Laien-" Priestertum nicht mit "laienhaften" Dilettantismus!... (Siehe Näheres dazu vor allem im Kapitel Nur mit Weihe? .) (Was wir anstreben ist eine gemeinsame Einsicht und Tat - siehe unsere «Leitsterne» in Freie christliche AG ) ...
INITIATIVE FÜR EIN FREIES, SAKRAMENTALES, ANTHROPOSOPHISCH VERTIEFTES CHRIST-SEIN
->->-> Hier WEITER = zur inhaltlichen Übersicht in Stichworten : F A Z I T
O D E R -> (wenn Ihnen diese Information als Überblick schon reicht) : zum INHALT Website (um das herauszusuchen, was Sie besonders interessiert...)
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