Liebe Interessenten,
da Sie für die praktische Handhabung der einzelnen Sakramente vor allem ja die Texte selbst benötigen und diese im Kultus-Handbuch veröffentlicht sind, finden Sie auch dort die Angaben die für die konkrete Ausführung notwendig sind :

« Die SAKRAMENTE -
Freies christliches, anthroposophisch sakramentales Handeln heute
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(siehe auch: Die SAKRAMENTS-TEXTE )


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Somit
möchte ich hier und folgend nur einige grundsätzliche Anmerkungen anführen:


ANGABEN UND HINWEISE
ZUR SAKRAMENTALEN PRAXIS

Farben und Gewänder - Altargestaltung
Nachdem Taufe, Trauung und Bestattung mangels Engagement und Fragen einschliefen, war dies bei den "laien"-priesterlichen Handlungen innerhalb der Waldorfschule nicht so. So liegen uns hier für die allgemein-priesterliche, kultische Praxis verschiedene, grundsätzliche Anregungen und Angaben Rudolf Steiners vor, wovon folgend die wichtigsten stichwortartig herausgegriffen werden. Auch hier sind die Möglichkeiten und Bedürfnisse aller Beteiligten zu berücksichtigen und abzuwägen. Selbstverständlich darf es eine dogmatische Festlegung nicht geben (sondern Handeln aus Erkenntnis!).
Offiziell liegen die Angaben für die Schulhandlungen in den«Hinweisen zu den Handlungen des freien christlichen Religionsunterrichts und zur Raumgestaltung», Ausarbeitung der Angaben von Herbert Hahn durch Helmut von Kügelgen, als interne Ausgabe für die freien christlichen Religionslehrer vor, herausgegeben von der Pädagogischen Sektion der Freien Hochschule, Goetheanum, CH-4143 Dornach. Private Kopie ggf. bei VD.Lambertz erfragbar.

ZUR KLEIDUNG :
Schwarz
: Die Kleidung der männlichen Handlungshaltenden ist ein einfacher, schwarzer Anzug mit weißem Hemd oder - Rollkragenpulli, evtl. mit schwarzer Krawatte und ggf. mit schwarzem Pullover darüber. Die Frauen wählen ein schwarzes Kostüm mit weißer Bluse und dunklen Strümpfen. Die Einlassenden bzw. Helfer sind ebenfalls festlich aber dezent gekleidet.
Bezweckt ist, dass das Überpersönliche des Kultusdienstes gewahrt bleibt, in dem der Handelnde nur dienendes Werkzeug, Sprachrohr ist. Die Subjektivität der "farbigen" Individualität tritt zurück.

Das sind die Angaben und Gepflogenheiten für die Schulhandlungen (mit der Opferfeier). Grundsätzlich entsprechen sie jedoch dem neutralen, selbstlosen Charakter allgemein-priesterlichen Handelns.
Für die Taufe wäre evtl. eine hellere Kleidung angebracht.

Grundsätzlich wäre es - insbesondere für Taufe, Trauung, Bestattung - allerdings auch möglich, Gewänder zu tragen, wenn dies unbedingt von allen Beteiligten gewünscht wäre:
Rudolf Steiner übergab Ruhtenberg für die Trauung eine Zeichnung mit einem -roten- Gewand! Die «Christengemeinschaft» hat hier weitergefragt und die restlichen Farben mitgeteilt bekommen:
TAUFE: dunkelviolett / TRAUUNG: rot / BEERDIGUNG: schwarz.
( Für die Jahreszeiten ist angegeben: Advent: blau [mit dunkelblau] / Weihnachten: weiß [mit hellviolett] / Epiphanias: rotviolett [mit dunkelrotviolett] / Passionszeit: schwarz [mit tiefschwarz] / Ostern: rot [mit grün] / Himmelfahrt: rot [mit gold] / Pfingsten: weiß [mit hellgelb] / Johanni: weiß [mit hellgelb] / Michaeli: Heckenrosenfarbe [mit meergrün] / als grundlegende Farbe in den Zwischenzeiten: hellviolett [mit orange]. In Klammern die Farbe der Formen auf der Casula in der CG. )

Neu jedoch ist im freien christlichen Kultus, dass hier die mit Gewändern und Farben bezweckten Aussagen gerade nicht mehr sinnlich sichtbar gemacht, sondern auf einer höheren Bewusstseinsebene innerlich erlebt werden.
Wenn man aber diese Hilfen braucht oder will, könnte man sich notfalls doch noch auf sie stützen.
So können die Fragen nach Farben und Gewändern unter verschiedenen Gesichtspunkten gehandhabt werden.
Prinzip und Konsens ist der im einfachen, schwarzen Anzug mit seiner Egoität, Subjektivität zurücktretende, als selbstloses Werkzeug wirkende Handelnde.
Somit müssen also auch diese Fragen letztlich von der jeweils handelnden Gemeinschaft entschieden werden.



FÜR DIE OPFERFEIER
und die Schulhandlungen :

ZUR FARBE VON RAUM UND ALTAR :
Der ganze Altar und auch der ganze Handlungsraum sind rot ausgestattet. Ein kraftvoll wirkendes Rot, weder Zinnober noch Karmin.
Die Kerzenständer auf dem Altar sind schwarz, die Kerzen weiß, der Bilderrahmen des Altarbildes zeigt ein helles Blau.
ZUM ALTAR :
Für die Maße des Altares, der Kerzen, des Bildes, etc. liegen genaue Hinweise mit Zeichnungen vor.
Sieben gleichgroße Kerzen sind in einem stumpfen Winkel nach vorn zur Feiergemeinschaft hin aufgestellt. Die Ständer werden zur Mitte hin kleiner.
Über dem Altar hängt ein Bild des Christus-Kopfes von Leonardo da Vinci (Brera Pinakothek, Mailand) oder - für Handlungen außerhalb der Schule AKS - der Christus-Kopf aus Rudolf Steiners «Gruppe».
Neben dem Altar stehen - zur Kinderhandlung - zwei Stühle.
Blumenschmuck direkt auf dem Altar ist nicht vorgesehen.

ANGABEN
für die Gestaltung und zu den Sakramentalien der anderen Sakramente siehe die Anweisungen direkt im Text bzw. dort unter «Anmerkungen» im Kultus-Handbuch (siehe: Die SAKRAMENTS-TEXTE ).




ZUR FORTSETZUNG DER OPFERFEIER IN FORM UND INHALT
und aktuelle Arbeitsvorschläge für die Praxis

siehe : Opferfeier-Kreis






Dein eigener Einsatz "bewirkte das nicht", nur Gott -
doch freue dich,
dass Gott deinen Einsatz brauchte in seinem Werk.
Freue dich,
wenn du fühlst, dass, was du tatest, "notwendig" war,
doch erkenne,
dass du auch so nur ein Werkzeug warst für ihn,
der durch dich
ein Stückchen zu dem Ganzen fügte,
das er gestaltet
zu seinem Ziel.

(Dag Hammarskjöld)







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