ZUM SAKRAMENT DER
W E I H E



Und Jesus trat zu ihnen,
redete mit ihnen
und sprach:
Mir ist gegeben
alle Gewalt im Himmel
und auf Erden.

Darum gehet hin
und machet zu Jüngern alle Völker:

taufet sie

im Namen
des Vaters
und des Sohnes
und des heiligen Geistes

und lehret sie

halten alles,
was ich euch befohlen habe.

Und siehe,
ich bin bei euch
alle Tage
bis an der Welt Ende.

Matt. 28/18-20, Übers. Luther




Alle Christen
sein wahrhaftig geistlichs Stands,
und ist unter ihnen kein Unterschied,
denn des Amts halben allein. ...
Was aus der Tauf krochen ist,
das mag sich rühmen, das es schon
Priester, Bischof und Papst
geweihet sei.
Martin Luther




... dass diese Kommunion,
die der Priester hat (zelebriert),
auch entwickelt wird von demjenigen, welcher der anthroposophischen Bewegung angehört.
Rudolf Steiner, GA 345




Denn wo zwei oder drei
in meinem Namen versammelt sind,
da bin JCh mitten unter ihnen.
Jesus Christus, nach Mt. 18,20






DAS SAKRAMENT DER ALLGEMEINEN CHRIST-WEIHE


Begegne ich ihm (dem anderen) so, dass ich bereit bin,
mein Bewusstsein (zeitweilig) für ihn zu opfern,
dass seine Entfaltung mir also wichtiger ist als die meine,
vollziehe ich - indem ich für ihn ersterbe - in gewissem Sinne eine Nachfolge Christi.
Dann nah ich ihm in Seinem Namen.
Dann werde ich im gleichen Augenblick von Christus selber zum Priester geweiht:
Seine Gegenwart ist Weihe - in diesem Augenblick und für diesen Augenblick.
Im Gegensatz zum Amtspriester, der für sein ganzes Leben geweiht wird
(und damit auch dem gesellschaftlichen Kräftespiel entzogen sein soll),
gilt die Weihe des sozialen Priesters (in der Regel) nur für jene Zeitspanne,
in der er «agapisch» einem Mitmenschen begegnet.
Jede neue Begegnung wird ihn wieder vor die Probe stellen:
Wie bist du mit Ihm zusammen? Es ist ein inneres, ein mystisches Erlebnis dieses Menschen. ..
Und nur das, was sich bei der Begegnung mit dem andern ereignet, gibt Antwort auf die Frage,
ob hier ein "Priester" zelebriert hat.
Es ist auch sonst ein Geschehen in denkbar größter Einsamkeit.
Der andere, die anderen sind ja nur die Auslöser.
Die soziale Priesterweihe ist ein Sakrament,
das
, im übertragenem Sinne,
der Christus unter vier Augen vollzieht.

Dieter Brüll, «Bausteine für einen sozialen Sakramentalismus», (S.138-139) (kursiv : VDL)


Was in der Entwicklung der Christenheit als Sehnsucht und Streben nach Laien-Priestertum* immer wieder erstand
- allerdings auch immer wieder verfolgt und schließlich zum Verschwinden gebracht wurde -,
das hat hier durch Rudolf Steiner eine neue Keimlegung erfahren,
die je nach der Schicksalsführung des Einzelnen ihre Früchte zeitigen kann.

Maria Lehrs-Röschl, GA 269, S.131
* "Laien" - Priester ist theologisch der nicht (kirchlich) Geweihte, wie im Urchristentum und heute z.B. im Protestantismus üblich.


Das ist die freie christliche "Weihe", das individuelle Weihe-Geschehen des zum tätigen Christen entschlossenen,
zum Tat-Christentum unter Seinem (und nicht einer Kirche) Auftrag Berufenen
und allgemein-christlich = überkonfessionell jedem Nächsten Beistehenden:
Christus braucht den aus und in Freiheit Handelnden, der sich ihm,
für Seine Taten auf Erden zwischen Menschen, als Werkzeug selbstlos hingibt und qualifiziert (!!);
dann sind wir "geweiht" durch IHN, und werden zu Seinen Jüngern.
Sein Ruf ist Weihe.
Und der Heilige Geist gießt sich aus und befähigt und befeuert
- und berechtigt - uns.





Sukzession ?

«Es handelt sich hier um Zusammenhänge, die eine Frage nach der Wirksamkeit ganz neuer Ätherkräfte nahe legen. Man wird in diesem Zusammenhang daran denken, wie das Blut des Christus, das am Karfreitag vom Kreuz in die Erde floss, sich vollständig 'ätherisierte' und der Christus-Impuls 'als eine Substanz' , als Christus-Äther , zu den vier 'alten' Ätherarten hinzutritt. Als 'moralische Äther-Atmosphäre' ist er mit der Moralität der Menschen verbunden und als neuer Lebenskeim der Erde und der Leiblichkeit der Menschen eingestiftet. ... Von diesem lebendigen Band umfasst zu werden, ist die recht verstandene Sukzession. Das kann man erst durch die Anthroposophie so verstehen und gewinnt dadurch einen neuen (modernen) Sukzessionsbegriff, für den manches früher entscheidend Wichtige unwesentlich wird. Um den Anschluss an die geistige Ahnenreihe zu den Aposteln hin herzustellen, kann das Anknüpfen an das äußerlich historische Band der Handauflegung nicht wesentlich und ausschlaggebend sein.»
(Debus )


(Es fand VDL) die Weihnachtstagung zur Begründung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft statt.
Man kann verschiedene geistige Ereignisse in ihr finden.
Vom kultischen Gesichtspunkt aus ist sie eine Art "Weihe" der Anthroposophischen Gesellschaft durch die anthroposophische Bewegung, der Michaelsgemeinschaft auf Erden durch die Michaelsbewegung aus der geistigen Welt, die Grundsteinlegung aus der göttlichen Trinität zu einer neuen Würde der anthroposophisch strebenden Individualität.
In ihr ist Hirtentum und Königtum miteinander verbunden.
Es ist die "Priesterweihe" des anthroposophisch strebenden Menschen.
(Friedrich Benesch)


Der Weg der Weihe führt weiter:
Dein Einsatz steht in Seiner Gemeinschaft, die fruchtbar werden kann,
wenn Er anwesend ist: Wo zwei oder drei versammelt sind...
Wir stehen vor der Frage einer dieser Berufung
und der «freien christlichen» Aufgabe gemäßen Gemeinschaftsbildung,
einer Kultus-Trage-Schale als Kraftquelle Seiner Anwesenheit.

«Heilsam ist nur, wenn im Spiegel der Menschenseele
sich bildet die ganze Gemeinschaft; und in der Gemeinschaft lebet
der Einzelseele Kraft.»
(Rudolf Steiner, 1920, Motto einer neuen Sozialethik)




Eintritt in Bekenntnis und Nachfolge

Die Weihe als «Erwachsenen-Taufe» ? Ursprünglich, im Urchristentum gab es keine "Priester-Weihe".
Die Einsetzung des Sakramentes der Priesterweihe ist ein Akt der römisch-katholischen Staatskirche im 4.Jahrhundert gewesen; Jesus Christus hat keine "Priester" eingesetzt, ja er bekämpfte das ganze (jüdische) Priesterunwesen und wollte den sich frei zu ihm bekennenden Umkehrer.
Die Taufe war damals nicht nur Bekenntnis- sondern auch "Ein-weihungs-akt". Als eine "Weihe" aktiver Christus-Nachfolger, Seiner "neuen Priester", berechtigte sie nicht nur zum sakramentalen Handeln, sondern forderte dazu auf!
«Was aus der Tauf krochen ist, das mag sich rühmen, das es schon Priester, Bischof und Papst geweihet sei.» Martin Luther

Als kultisch, sakramental handelnde Anthroposophen und freie Christen, die sich nur IHM verantwortlich fühlen, müssen wir der Frage einer individuellen, freien christlichen, anthroposophisch begründeten "Weihe" näher und konkret nachgehen. Die Trennung der Christengeschwister in Kleriker und Laien ist uns nicht gemäß. Rudolf Steiner: «..über diese Zeiten ist die Entwicklung hinweggeschritten, diese Zeit ist nicht mehr da. ... so werden Sie verstehen, dass diese Kommunion, die der Priester hat, auch entwickelt wird von demjenigen, welcher der anthroposophischen Bewegung angehört. ... Beides hat ja ein und denselben Boden, nur eine andere Form.» (GA 345, S.36)

Wir
haben heute überzugehen zur Anerkennung der intim individuellen, allgemein-christlichen Weihe ("Laien-"Priestertum), und wir haben die Frage zu klären, ob und wie die Erwachsenen-Taufe diese enthält, bzw. enthalten kann.

Diese zeitgemäße Mündigkeit, diese Ver-antwort-ung ergreifen wir nicht als Neugeborenes in der weihnachtlichen Kinder- sondern in der pfingstlichen ER-wach-senen-Taufe, die gleichzeitig zum sakramentalen Dienst berechtigt und somit auch "Priester-Weihe" ist...




Gemeinschaft bauen

Die Weihe als ein «Sakrament engagierter Gemeinschaft»

Handeln aus der Kraft der Gemeinschaft

Wahre Gemeinschaftsbildung ist ein Mittel zur Herbeirufung helfender göttlicher Kräfte, sie ist schließlich ein Mittel zur Verwirklichung des neuen Kommens Christi selbst.
(Emil Bock)

Viele anthroposophisch kultisch Wirkende empfinden diese Not-wendigkeit ...
Christliches - und erst recht priesterliches - Handeln wendet sich an das Du.
Und so ERgreift vor allem das «Sakrament der Wiederverbindung» = die Weihe
gerade in freier christlicher Offenbarung die brüderliche, soziale Sphäre.
Indem wir uns zur Kultus-Trage-Gemeinschaft bereiten, können wir Seine Wirk-Kraft potenziert und pfingstlich empfangen :

... was in der Gemeinsamkeit begnadend empfangen (und auch erarbeitet) ist, ist nicht zur Erbauung der Mitglieder da. Es will gesundend ausfließen in die Gesellschaft ... übernimmt die Gemeinsamkeit als Ganzes die Verantwortung. Sie sendet aus und verpflichtet sich dadurch, geistig die Arbeit der Gesandten nicht nur mitzuvollziehen - das ist ja der Grund ihres Daseins -, sondern diese mit ihren Gebeten oder Meditationen weiterzubegleiten.
Die Aussendung hat ein biblisches Urbild. ... Wenn sie dann zurückkehren, zeigt sich, dass Er sie auf ihrem Weg begleitet hat (Lk.10). So mag auch die Schale, also der Zusammenklang der Mitglieder, hinter und neben den Gesandten stehen, ihre Mission zu unterstützen. Dann können sie 'Lämmer unter Wölfen' sein. ...
Es ist das Mehr, das dem Gesandten mitgegeben wird, und, um der Gerechtigkeit willen, auch das Weniger, das für die Gemeinsamkeit übrig bleibt. Im Sozialen müssen wir absehen von dem trostreichen Gedanken, dass die gute Tat belohnt wird.
(Dieter Brüll, «Bausteine für einen sozialen Sakramentalismus», S.164ff.)











Andere Formen einer Weihe

Auch eine "freie christliche" «Weihe» muss nicht wortlos bleiben und darf und kann ggf., wie jedes andere Sakrament auch, in einen Text, eine Form, eine Liturgie gebracht werden.
Das wird in den Kirchen oftmals formalistisch, dogmatisch gehandhabt, kann aber dem Ereignis und der spendenden Gemeinschaft entsprechend auch individuell formuliert und gestaltet werden. Da hat ja jede Gemeinschaft ihre Autonomie.
Ob ER diese/eine Weihe annimmt, bestätigt, wirksam werden lässt, hängt nicht an einer einzigen, ganz bestimmten Form, sondern ist eine Frage der Selbstlosigkeit, des demütigen Werkzeug-Werdens, des vorgeplanten Schicksals aufgrund karmischer Vorbedingungen und Aufgaben...

Im Umgang mit den Texten Rudolf Steiners entsteht die Frage, ob der von ihm gefasste Weihe-Text nicht nur unübertreffbar kompetent, sondern vor allem auch so universell ist, dass er - mit entsprechender Berücksichtigung der allgemein-priesterlichen Perspektive - nötigenfalls auch Ausgangspunkt für eine «freie christliche» Weihe oder gar neu ergriffenen Erwachsenen-Taufe sein könnte


In der folgenden Dokumentation der von Rudolf Steiner formulierten - eigentlich kirchlichen - Weihe, wird der Weiheaspekt aufgegriffen.

Es finden sich hierzu in den Fußnoten Bearbeitungen / Änderungsvorschläge, während der Text selbst unverändert ist.
Der Original-Wortlaut Rudolf Steiners ist in der Schriftart Garamond dargestellt, alternative Texte/Worte aus der Bearbeitung der FCAG, finden sich in den Fußnoten in der Schriftart Sans Condense aufgeführt.

Aber auch, weil es sich um ein von Rudolf Steiner formuliertes «Sakrament» handelt, soll es hier außerdem angeführt sein.

Ausführlich wird diese Thematik im Infobuch «frei + christlich - Freie Sakramente heute?», Kap. «Mit welcher Weihe?» behandelt, siehe dort!









DAS SAKRAMENTE DER PRIESTER - WEIHE *

DOKUMENTATION


Rudolf Steiners kirchliche Text-Fassung der Weihe
für «Die Christengemeinschaft»



(Der Zelebrierende:)

Ewiger Grund alles vergänglichen Daseins,
In allem Sein Wesender,
In Deinen Willen ergeben,
Auf Dein Licht wartend,
Nahen wir Dir;
Lasse werden,
Dass der da zu Dir kommt,
Werde
Ein Diener Deiner wort-waltenden Weisheit
und
Ein Pfleger Deines welt-heilenden Waltens.

Hindere wenn im Herzen unwürdig ist
Der zu Dir Kommende.
Nimmst Du ihn zum Diener und Pfleger,
So möge er im Menschenworte
Künden Gottes-Wort,

So möge er im Menschenleben
offenbaren Gottes-Wollen.
Er spreche und lebe
im Sprechen und Leben
Christi,
Der da schaffet in allem
Weltenwerden,

Zu tragen im Schaffen
Dein ewiges Sein,
Zu wirken im Werden
Das ewige Geistes-Licht,
Geist-mächtig durch alle Zeitenkreise.

Du,
Den Vatergott tätig Erdenkender,
(Kreuzeszeichen senkrechte Strecke)
Den Sohnesgott kräftig Erfühlender,
(Kreuzeszeichen waagrechte Strecke)
Den Geistesgott mächtig Erwollender -
(Kreuzeszeichen Kreis)
Diene dem Christus.

Am Tische da Er sitzet
Versammle taufend die zu Ihm streben,
Kündige ihnen Sein seelenheilendes
Wort-Wesen.

Im Geiste
Soll (40) getan sein,
Was du im Zeichen
vollziehest.
Göttliches ströme in Menschendenken,
Wenn du sprichst
Vor Christi Altar.
Geistbereites wirke in Menschenwollen
Durch dein Walten
In Christi Gemeinschaft.

Du, ein Werdender
im Verkündigen des Geisteswortes,
ein Werdender im Handeln nach der Geisteskraft,
sage hier:
Fühlest du den Ernst, des vorangehenden Teiles
deines Werdens?

(Der zu Weihende:) Ja, so sei es.

(Der Zelebrierende:) Dann kann die Weihe-Handlung
ihren Fortgang nehmen.



Die Kraft des Geist-Wortes erfülle dich,
wenn du am Altare des Christus
dessen heilendes Wort der Gemeinde (41) verkündest.

(Salbung Stirn = Kreuz)


Die Kraft der Gottestat Christi erfülle dich,
wenn du in deinem hohen Amte (42)
Christi Handeln in Menschenhandeln einführest.

(Salbung beider Hände = Kreuz)

Die Kraft des Geist-Gottes erfülle dich,
wenn du dein eigenes Sein in Beziehung setzest
zum Sein deiner Gemeinde. (43)

(Ausgießung über dem Haupte)



Christus in euch.
(Ein Helfer:) Und deinen Geist erfülle Er.



Der Vatergott sei in uns.
Der Sohnesgott schaffe in uns.
Der Geistgott erleuchte uns.

So wirst du durch Christi Kraft
vor deine Gemeinden (44) gesandt.
Wohin du gehst wandelt (45) Christus mit dir,
fühle stets seine Gegenwart.
Vollbringe nichts ohne dieses Fühlen.

(Zur Gemeinde : (46))

Geliebte Christen: Der Geist euerer (47) Gemeinschaft
hat diese Seele als Seelenhirten anerkannt;
folget ihm (48) in dieser Anerkennung.
Was er spricht,
ist unter euch (49) aus Christi Geist gesprochen.
Was er tut im Geistes-Auftrag,
ist (50) aus Christi Geist getan.
Stehet er vor euch,
so stehet (51) Christi Geist vor euch. (52)

Christus in euch.
(Ein Helfer:) Und deinen Geist erfülle er.

Der Vatergott sei in uns.
Der Sohnesgott schaffe in uns.
Der Geistgott erleuchte uns.

Wir, die den Geweihten in die Gemeinschaft der Christen
als Seelenhirten (53) senden,
wollen noch einmal zurückdenken an die Weihehandlung
und im Erinnern der Seele fragen:

Nur, wenn du aus Christi Kraft
Vollbracht,
Was durch dich geschehen ist,
Ist es gut getan
Und wird die rechten Früchte tragen
In Christenherzen -
Für alle Zeitenkreise.

Nur, wenn aus reinem Willen,
Erleuchtet
Vom Licht des Geist-Gottes,
Getan ist,
Was hier sich vollzogen hat,
Wird es Rechtes wirken
Durch Christenseelen -
Für alle Zeitenkreise.

Nur, wenn wir auch künftig
Helfend
Verfolgen die Taten der Geweihten,
Werden sie die rechten Wege weisen,
Den (54) Christengeistern -
Für alle Zeitenkreise.

Ja, so sei es!

Christus in euch.
(Ein Helfer:) Und deinen Geist erfülle Er.

(Großes dreifaches Kreuz - waagrecht, senkrecht, Kreis in den Raum hinein.)

Ja, so sei es!









___________________________________________________________

Original: Rudolf Steiner, 1922.

Bearbeitung in den Fußnoten: Freie christliche Arbeits-Gemeinschaft, Stand: 2004
Handlungsanweisungen sinngemäß R. Steiners: FCAG.
Einrückungen: Rudolf Steiner.

Siehe Text u.a. auch:

GA 344 (1994), 13.9.1922, nachmittags, S. 97-102, handschriftliches Original (Faksimile).

Eine Fassung, in der die hier vorgebrachten, allgemein-christlichen Gesichtspunkte direkt in den Text eingearbeitet sind,
können Sie beim FKFK kostenlos, als Ausdruck oder Datei, anfordern.

Auch wenn Rudolf Steiner die maskuline Form verwendet, gilt alles auch für das andere Geschlecht, wobei - lt. R.Steiner - für ein priesterliches Wirken die Frau sogar geeigneter ist!
Diese Priesterweihe entspricht der Bischofsweihe in der katholische Kirche:
sie berechtigt den Weiheträger ebenfalls zu weihen (innerhalb der CG ist die Weihe vereinbarungsgemäß dem «Erzoberlenker» vorbehalten).

Diese Handlung ist der hauptsächliche Teil der in der Kirche «Die Christengemeinschaft» verwendet und in deren «Menschenweihehandlung» (=Messe) eingefügt wird.
Die Weihe enthält dort noch weitere (insgesamt sieben), hier unrelevante Teile
(z.B. die Gewänderübergabe und die «Angelobung»).

Siehe auch Kap. «Mit welcher Weihe?» im Infobuch «frei + christlich - Freie Sakramente heute?» und dort auch zur Frage der Gemeinschaft Kap. «Gemeinschaft bauen»,
siehe Literaturhinweise.







Du,
der du uns frei geschaffen hast,
der du alles siehst,
was geschieht -
und dennoch des Sieges gewiss bist,
Du,
der du jetzt unter uns der bist,
der die äußerste Einsamkeit leidet,
Du -
der du auch Ich bist,
dürfte ich
deine Bürde
tragen,
wenn meine Stunde kommt,
dürfte ich -

Dag Hammarskjöld






Anmerkungen



Sollte solch eine Wortfassung für eine Gemeinschaft Freier Christen verwendet werden,
so sind - unserer Meinung - mindestens folgende Anpassungen nötig:


Die Nummerierung der Anmerkungen entsprechen denen im Kultus-Handbuch.

40) Alternativ einfügen: somit
41) «der Gemeinde» herausnehmen
42) «in deinem hohen Amte» herausnehmen
43) Schwester und Brüder statt «Gemeinde»
44) in die Welt, statt «vor deine Gemeinden»
45) wandle, statt «wandelt»
46) zur mitvollziehenden Gemeinschaft, statt «zur Gemeinde»
47) unserer, statt «euerer»
48) Schwester/Bruder erkannt, liebet sie/ihn, statt « Seelenhirten anerkannt;
folget ihm »
49) soll, statt «ist unter euch»
50) soll aus Christi Geist getan sein, statt «ist»
51) stehe, statt «stehe t»
52) jeweils uns, statt «euch»
53) « als Seelenhirten» herausnehmen
54) vermitteln, statt « weisen, den»