CHRISTUS IST ÜBERALL ...

Wo kann und darf Kultus stattfinden ?


Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,
da bin JCH mitten unter ihnen.
Matt.18/20

Diese Handlung kann überall gehalten werden,
wo Menschen sind, die sie wünschen.
R. Steiner zur Opferfeier



Und zwar - unserer Meinung nach - überall, nicht nur in ganz speziellen, besonders ausstaffierten oder geweihten Räumen, unter ganz bestimmten, minuziös einzuhaltenden Bedingungen, auch wenn diese uns das Erleben erleichtern sollen und ggf. können!
Grundsätzlich besteht die Möglichkeit IHN immer und überall aufzusuchen.
Das betrifft auch die Sakramente und damit auch die Opferfeier. Und sie weiten sich letztlich in die Sakramentalisierung des gesamten Lebens. «Überall», d.h. konkret: im eigenen Lebensumfeld, in der Wohnung, in den Gemeinschaftsräumen eines beruflichen Umkreises (in einem Heim, einer Waldorfschule) etc., ja selbst in der freien Natur, oder bei engagierten Anthroposophen auch in Räumen der Anthroposophischen Gesellschaft bzw. der anthroposophischen Bewegung.
Wie es schon Rudolf Steiner ausdrückte: überall. (« ... wenn wir verstehen, schon die Türe, schon die Pforte zu dem Raum - und mag er sonst ein noch so profaner sein, er wird geheiligt, durch gemeinsame anthroposophische Lektüre ... Und das müssen wir nicht nur zu innerster abstrakter Überzeugung bringen können, sondern zu innerem Erleben, so dass in einem Raume, wo wir Anthroposophie treiben, wir nicht nur dasitzen als so und so viele Menschen, die aufnehmen das Gehörte oder aufnehmen das Gelesene und es in ihre Gedanken verwandeln, sondern dass durch den ganzen Prozess des Aufnehmens anthroposophischer Ideen ein wirkliches real-geistiges Wesen anwesend wird in dem Raume, in dem wir Anthroposophie treiben.» R. Steiner, 27.2.1923, GA 257 )
Wenn schon bloß durch die «anthroposophische Lektüre» «ein wirkliches real-geistiges Wesen anwesend wird», umso mehr durch den Vollzug eines Sakramentes: in jedem Raum, so profan er auch sonst sein mag. (Nach Josef Beuys: Die Mysterien spielen sich auch am Hauptbahnhof ab.)
Wo und wie Einzelne oder eine Gemeinschaft sich IHM zuwenden, die entsprechende Schale bilden und wie sie dementsprechend diese Kommunikation als Kultus liturgisch fassen können und wollen, vermögen nur diese selbst zu erlauschen, versuchen, erfahren, verwirklichen ...
Das betrifft dann aber nicht nur den Ort, sondern auch den Text und die Liturgie.
Gewiss wendet sich die geistige Welt dabei nicht nur dem hoch entwickelten Esoteriker, dem Geweihten oder Schriftgelehrten, sondern jedem noch so stammelnden, aber herzinniglichen Versuch zu, sich IHM zuzuwenden ...man denke ggf. an Lukas, Kap.18/10ff ...
Der Geist weht wo ER (nicht [nur], wo Dogmatik IHN festschreiben) will.
«... wie überall eben aus dem Lebendigen heraus das Kultusartige gesucht werden muss. ... Etwas Prinzipielles kann es im Leben der Welt überhaupt nicht geben, sondern es kann nur das sich in Leben Wandelnde geben.» (R. Steiner)
«Ja, es kommt alles auf die Frage an; je tiefer du fragst, je gewaltiger ist die Antwort, der Genius bleibt keine schuldig; aber wir scheuen uns zu fragen, und noch mehr, die Antwort zu vernehmen und zu begreifen, denn das kostet Mühen und Schmerzen; anders aber können wir nichts lernen, wo sollen wir's her haben? Wer Gott fragt, dem antwortet er das Göttliche.» (Bettina Brentano)









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Übrigens - zum Thema "überall" - :
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